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Arrival – Was wäre, wenn es doch Leben im All gäbe

Arrival – Was wäre, wenn es doch Leben im All gäbe

Nach erfolgreichen Filmen wie Prisoners und Sicario hat der kanadischen Regisseur Denis Villeneuve nun seinen nächsten Coup gelandet.

Äußerst erfolgreich läuft aktuell sein neuster Film Arrival in den Kinos. Zunächst hört sich die Handlung abgedroschen an. Alien Raumschiffe landen auf der Erde und man versucht mehr oder weniger erfolgreich mit ihnen zu kommunizieren. Doch bei genauerer Betrachtung ist der Film alles andere als das.

Nachdem überall auf dem Erdball verteilt 12 muschelähnliche Raumschiffe landen, versucht man mit der unbekannten Spezies in Kontakt zu treten. Forest Whitaker in der Rolle von Colonel Weber gründet dazu ein Spezialteam, dass versuchen soll mit den Tintenfischähnlichen Wesen in Kontakt zu treten. Die von Amy Adams (Man of Steel) und Jeremy Renner (The Avengers) exzellent gespielten Dr. Louise Banks und Ian Donelly, ihres Zeichens Sprachwissenschaftlerin und Physiker, versuchen mit den unbekannten Besuchern zu kommunizieren und den Grund für deren Besuch in Erfahrung zu bringen. Während sie so langsam und mühsam einen Weg zur Kommunikation bahnen und bereits erste Erfolge feiern, ist man in China und Russland nicht ganz so geduldig. Dort schlägt man einen eher rüden Weg ein, wodurch die Situation schnell aus dem Ruder zu laufen droht. Schließlich sieht man sich einer riesigen Herausforderung gegenüber, denn es gilt nicht weniger als das Überleben der Menschheit zu sichern.

Hier überzeugt die schauspielerische Leistung der Hauptakteure auf ganzer Linie. Während Amy Williams glaubhaft die Sprachforscherin mimt und mit ihrem Drang zur Entdeckung und mit ihrer Euphorie ansteckt, bildet sich um sie das Grundgerüst des Films. Der nüchterne Forscher Jeremy Renner vertraut nur auf Tatsachen und ergänzt seine Partnerin optimal. Auch die emotionale Ebene zwischen beiden ist optimal getroffen. Ob hier eine Oskar-Nominierung winkt? Dazu kommt Colonel Weber, der als einziger kein hirnverbrannter Waffennarr zu sein scheint, der nur um sich schießen kann, sondern ernsthaft an einer Lösung interessiert ist – Daumen hoch. Alles in allem hat man hier einen Film geschaffen, bei dem man nicht stupide auf die Leinwand starrt. Endlich mal ein Film, der zum Nachdenken anregt und bei dem man auch beim Zweiten oder Dritten Schauen immer mehr vermeintliche Logiklücken mit einem tiefgreifenderen Zusammenhang füllen kann.
Ein grandioses Science-Fiction-Drama das ganz großes Kino bietet.