Film

Die Produktion von Lehrfilmen für Fahrschulen und Berufsausbildungsstätten

Jeder kennt sie aus dem Unterricht, der Fahrschule, oder hat sie in der Ausbildung gesehen: Lehrfilme. Während die meisten sich wohl einig sind, dass Lehrfilme anspruchslose Bewegtbildproduktionen sind, die lediglich auf inhaltlicher Ebene Qualität mit sich bringen, muss ich anmerken, dass ich während meiner Berufsausbildung in einer ReHa-Klink durchaus Filme gesehen habe, die produktionstechnisch anspruchsvoll gemacht waren.

Die Sache mit den Lehrfilmen lässt sich in drei Kategorien aufteilen:

  1. Eigenproduktion der Bildungseinrichtung

Bildungseinrichtungen sind hierzulande von Subventionsgeldern und Spenden abhängig. Wie wir aus ständigen Medienberichten lernen können sind alle Einrichtungen, seien es Schulen, Krankenhäuser, Weiterbildungszentren etc., unterfinanziert. Der Lehrfilm ist hierbei eine Methode Geld zu sparen. Denn anstatt sich teure Plastiken, Modelle oder sonstiges Anschauungsmaterial zu kaufen wird dieses ausgeliehen um in einem Film verewigt zu werden, oder es wird durch billige Computeranimationen ersetzt. Die Filmproduktion unterliegt dann meistens der Regie eines Hobbyfotographen unter den Mitarbeitern.

  1. Produktion aus einem „Workshop“

An öffentlichen Schulen, Krankenhäusern, Gefängnissen und sozialen Einrichtungen finden allerlei Workshops statt, die den Kindern bzw. Betreuten Personen Abwechslung bieten sollen, oder ihnen einen Karrierevorschlag unterbreiten. Wer schonmal an solch einem Workshop teilgenommen hat weiß, dass die Teilnahme meistens unmotiviert ist und die Anleiter auch keine professionellen sind.

  1. „Professionelle“ Produktion

Gute Bildungseinrichtungen, wie das Krankenhaus, in dem ich meine Ausbildung gemacht habe leisten sich auch gerne Produktionen von wirklichen Filmemachern. Tatsächlich habe ich an der Produktion von Lehrfilmen mit einem relativ hohen Budget für eine Fahrschule mitgearbeitet. Siehe hierzu: Fahrschule Düsseldorf. Gelernte Filmemacher setzen ihr Wissen über eine gute Produktion natürlich liebend gerne um, der Spielraum in einem Lehrfilm ist allerdings begrenzt. Und da die wenigsten hoch motiviert in die Präsentation eines Lehrfilmes gehen wird die Produktionsleistung selten wertgeschätzt. Es ist toll zu wissen, dass die Verantwortlichen sich bewusst sind, dass ein Film nicht „mal eben abgedreht ist“ und audio-visuelles-lernen deutlich effektiver ist, wenn der visuelle Teil ausreichende Qualität mit sich bringt, dennoch ist anzumerken, dass es sich hierbei um Einrichtungen handelt, die privatfinanziert sind. Eine öffentliche Einrichtung würde wie aus Punkt 1 und 2 zu lesen nicht ausreichend Geld mitbringen.