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Review Bad Moms

 

Review – Bad Moms

Mit „Bad Moms“ widmen sich die Autoren von „Hang Over“, Jon Lucas und Scott Moore, dem weiblichen Pendant des schlechten Benehmens und der stimmigen leichten Unterhaltung.

Hautprotagonistin Amy (Mila Kunis), eine 32 jährige attraktive Mutter zweier Kinder ist von ihrem Alltag überfordert. Ein wenig hilfreicher Internet-Sex affiner Ehemann, ihr Teilzeitjob, die täglichen Pflichten einer Mutter zwischen Einkäufen, Mahlzeitenzubereitung, Transportunternehmen zu deren Freizeitbeschäftigungen & Treffen der „Fürsorglichen Mütter“ und ihr wenig hilfreicher Glaube in allem nicht gut genug zu sein, bringen das Fass im ersten Teil des Filmes zum Überlaufen.
Und so explodiert die Vorzeige-Mutter Amy nach einem katastrophalen Tag auf einem Treffen der „Fürsorglichen Mütter“, deren wenig begeisterte spießige Schirmherrin und Übermutter Gwendolyn James(Christina Applegate) ist. Sie hat genug von der Jagd nach dem perfekten veganen Keksrezept.

Am selben Abend findet sich Amy in einer Kneipe wieder, in der sie auf die neurotische vierfach Mutter Kiki (Kristen Bell) und die geschiedene und stets aufgemotzte Faulenzerin Carla (Kathryn Hahn) trifft. Im Zuge ihres Trinkgelages gründen die frustrierten Mütter, den Club der „Bad Moms“, in dem schlechtes Benehmen auf der Tagesordnung steht und Regeln gemacht werden, um sie zu brechen. Von nun an ziehen Spaß, Freiheit, sowie eine gehörige Portion Egoismus in die Leben der Mütter ein und finden ihren Höhepunkt im „Battle of the Moms“, kurz bevor den Autoren/ Regisseuren die Geschichte komplett ins Lächerliche entgleitet.

„Bad Moms“ ist ein leicht verdaulicher Spaß, bestens geeignet für einen geselligen Abend mit Freundinnen – frustrierte Mütter bevorzugt – und besticht durch die Chemie der drei Freundinnen Amy, Kiki und Carla. Besonders die schauspielerische Leistung Hahn’s ist hier hervorzuheben, deren perfekt getimte Gags und Pausen, die Situationen oftmals ad absurdum führen. Es sind nicht die obszönen Entgleisungen der drei – die jedoch zweifelsohne für Lacher sorgen – sondern das Band ihrer Freundschaft, das den Film ausmacht. Weg vom Alltag und den Erwartungen an sich und von anderen, haben sie einfach eine gute Zeit und finden den Menschen hinter den konventionellen Pflichten wieder.