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Review Bad Santa 2

 

Review Bad Santa 2

13 Jahre hat es gedauert bis zur Neuauflage von „Bad Santa“, der durchaus bei dem einen oder anderen Kinobesucher für Begeisterungsstürze, ob der absurden Santa-Kind-Beziehungen, gesorgt hatte.

Die neue Version startet vielversprechend und Willie (Billy Bob Thornton) verliert seinen Job als Parkplatzeinweiser. Einsam, betrunken und pleite, schreibt er eine Suizidnachricht auf eine Pizzapackung und steckt seinen Kopf in den Ofen. Schön wäre es gewesen, wenn der Film danach endet, aber das tut es nicht und selbstverständlich scheitert er mit seinem Selbstmordversuch. Fortan fällt die Neuauflage, von Regisseur Mark Waters, stetig ab und umkreist die Fragen: „Ob Bad Santa vielleicht gar nicht so böse ist?“ und „Was wenn er eine Mutter hat, deren Benehmen mindestens so schlimm wie das seine ist und sie die Wurzel allen Übels ist?“

Der Wiedervereinigung mit dem, inzwischen 21-jährigen Thurman Merman (Brett Kelly) – dem er verspricht seine Entjungferung in die Wege zu leiten, unter zu Hilfenahme einer Prostituierten (Olivia Spencer) – folgt das Angebot seines ehemaligen Partners Marcus (Tony Cox) für einen potenziellen Raubzug in Chicago. Ihr Ziel ist der Wohltätigkeitslauf von Diane (Christina Hendricks) und ihrem korrupten Ehemann, der sich einen Großteil der Einnahmen in die eigene Tasche steckt. Ihr Team wird zu Willie’s Überraschung mit seiner Mutter Sunny Soke (Kathy Bates) komplettiert, die sich getarnt in das Hauptquartier der Organisation einschleust.
Diane wird fortan natürlich, ganz Bad Santa, zum Dreh- und Angelpunkt von Willies schlüpfrigen Avancen, denn auch in „Bad Santa 2“ darf der Sex nicht zu kurz kommen.

Was bleibt zu sagen?

Auf der Suche nach einem Novum bei „Bad Santa 2“, bleibt der einzig wirkliche Hoffnungsschimmer Kathy Bates. Aber auch ihr brillantes Spiel und der Versuch sie mit Tattoos und Punkerschmuck zu bepflastern, können dem uninspirierten Skript nicht wirklich weiter helfen. Nicht einmal kopierte Szenen der Erstauflage schaffen es, an die erfrischende Garstigkeit der Erstauflage heranzukommen und der Film plätschert in einem weihnachtlichen Gefühlsüberfluss vor sich hin.